Übersetzung: englisches Original von Mike Saunders

Wenn Behörden, Organisationen und Unternehmen auf LibreOffice umsteigen – wie wir es derzeit in Österreich, Deutschland und anderen Ländern beobachten –, greifen sie meist auf die Unterstützung zertifizierter Migrationsexperten zurück.
Kürzlich haben wir in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, einen Workshop zur LibreOffice-Migration veranstaltet. Es meldeten sich 40 Teilnehmende aus dem öffentlichen und privaten Sektor an; geleitet wurde die Veranstaltung ehrenamtlich von Lothar Becker, dem Ko-Vorsitzenden des LibreOffice-Zertifizierungsausschusses. Ziel des Workshops war es, das LibreOffice-Technologie-Ökosystem zu stärken und auszubauen, indem Partner und staatliche Stellen bei der Umstellung auf die Software-Suite unterstützt werden.
Die Veranstaltung fand in den Konferenzräumen eines Hotels im Zentrum von Nairobi statt – mit einer großartigen Aussicht:

Die Veranstaltung wurde vom kenianischen Büro der GIZ (Deutschland) sowie der The Document Foundation (TDF) – der gemeinnützigen Organisation hinter LibreOffice – ausgerichtet und finanziert. Die ersten beiden Tage standen ganz im Zeichen von LibreOffice und behandelten bewährte Verfahren für die Migration auf die LibreOffice-Technologie; dabei lag der Schwerpunkt des ersten Tages auf der Anwenderperspektive sowie der Benutzeroberfläche und den Funktionen der Software. Zudem gab es eine allgemeine Einführung in die TDF und das Thema Open Source.
Der zweite Tag konzentrierte sich stärker auf den Migrationsprozess und vermittelte vertiefte Einblicke in die Abläufe bei Migration und Schulung. Weitere Themen waren die digitale Souveränität durch das Open Document Format (ODF) sowie verschiedene Zertifizierungsverfahren der TDF.

Im Mittelpunkt stand dabei das Thema „Open Source als Wegbereiter für digitale Souveränität und Innovation“ – unter Berücksichtigung von DPI, freier und quelloffener Software (FOSS), offenen Standards sowie KI.
Ein besonderer Dank gilt Carsten Glöckner, Amrit Labhuram und ihrem Team von der GIZ Kenia für die tatkräftige Unterstützung bei der Organisation dieser Veranstaltungen. Schließlich erhielt Lothar im Rahmen des Workshops von John Mbugua Einblicke in die wertvolle Arbeit der Telesky Foundation, die sich für die digitale Teilhabe aller Kinder in Kenia einsetzt. Lothar überreichte dabei ein Exemplar des Buches „Ada & Zangemann“ von Matthias Kirschner (Free Software Foundation Europe).

